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 | Nürb.Ring 14./15.09.2010 |
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Mit Doc Scholl auf dem Nürburgring
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2 Tage auf dem Nürb.Ring GP 14./15.Sept.
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P r o l o g
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Ich buche kurzentschlossen das Saisonabschluss-Training mit Doc Scholl auf dem Nürburgring GP Strecke. Meine Arbeitskollegen/innen sind nicht sehr begeistert. Sie befürchten, ich könnte wieder stürzen. Ich kann sie nur mit viel Überredungskunst überzeugen. Am Ende scheinen sie hinsichtlich meines geplanten Kurztrips zum Nürburgring „milder“ gestimmt. Ich verspreche zu dem, nicht im Regen zu fahren, alles heile zu lassen und an „einem Stück“ meine Arbeit im Büro am Donnerstag wieder aufzunehmen.
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An dieser Stelle unterbreche ich meinen Bericht. Für eine detaillierte Fortsetzung Reports fehlt mir im Moment leider die Zeit. Dennoch in abgespeckter Form ein paar Zeilen für alle Freunde & Besucher meiner Web. Ich danke für das Verständnis des geneigten Lesers…J
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Anreise / Ankunft im Paddock
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Noch am Vorabend des Trainings reise ich ab und erreiche den Nürburgring gegen 18.00 Uhr. Laut Wetterbericht müsste es zur Stunde bereits Regnen, doch zumindest im Moment ist es noch trocken. Die schwarzen tiefhängenden Wolken lassen aber nichts Gutes ahnen. Nachdem ich meinen Standplatz im Fahrerlager am Zaun mit Blick auf die Rennstrecke Hatzenbachkurve und NGK-Schickane bezogen habe, lade ich meinen T4-Bulli aus und baue meinen Zitronen-Gelben Pavillon auf, |
verstaue das Werkzeug und richte meine Schlafstätte im T4 Bulli, meinem rollenden „Aufzynd-Hotel“, ein. Am Abend lerne ich Floh, Christian & Holger ( http://www.ruhrpott-gixxer.de/ ) kennen. Sie haben sich mit ihrem riesigen (antiken) Diesel-Gefährt (eine wahre Extraklasse) mit großer weißer Jalousie gegen Regen und Wetterschutz in meiner Nachbarschaft gemütlich nieder gelassen. Dass ich davon Stunden später profitieren werde, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. |
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Einschreibung und Rennstrecken-TÜV
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Der restliche Abend vergeht mit der Papierabnahme, Vergabe der Startnummer, Gruppeneinteilung und technischen Fahrzeugabnahme. Hier werden insbesondere Reifenbild, Bremsen und Geräuschpegel der Auspuffanlage überprüft. Ich schummel ordentlich und setze den DB-Killer meiner Akrapovic-Komplettanlage zunächst ein, um ihn nach Erhalt |
des technischen OK-Aufklebers wieder herauszunehmen. Ich bin sicher, dass ich damit nicht alleine bleibe! Unter meinem Pavillon erledige ich noch die letzten Arbeiten an meinem Rennmoped, wähle das entsprechende Setup einschließlich Kettenblatt für eine (kurze) optimale Übersetzung. |
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GUTE NACHT
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Nach 23:00 Uhr überfällt mich Müdigkeit. Es war bisher hier her ein langer Tag. Also verkrieche ich mich auf meine Matratze. Gute Nacht.
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Stürmische Nacht / Pavillon fliegt davon
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Mein Pavillon fliegt davon
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Es ist 01:55 Uhr. Ich liege unter der Bettdecke, kann aber nicht einschlafen. Ich denke noch an dies und an das, fahre im Kopf mehrmals die Strecke ab, probiere eine andere Linie, einen anderen Bremspunkt… dann springe ich noch einmal raus in `s Freie: Der viele Vitaminsaft muss wieder raus. Es ist sehr bedeckt, sehr kalt und ziemlich windig. Ich schlüpfe wieder in meinen warmen Aufznynd-Bulli und versuche einzuschlafen. Gegen 04:00 Uhr werde ich wach. Ich öffne die Seitentür einen Spalt. Aus dem starken Wind ist Sturm geworden. Mein Pavillon wird stark gebeutelt, es bewegt sich heftig und droht weg zu fliegen. Auch auf meiner Matratze im Bulli sind die Windböen mächtig zu spüren. |
Jetzt prasselt auch noch heftiger Regen ständig nieder, mit dem die Böen in mächtigen Schüben wie aus einem riesigen Blasebalg an meiner „Behausung“ beängstigend zerren. Das Zelt knattert wie eine Fahne im Sturm. Ich hoffe fest, dass alles gleich wieder aufhören wird. Plötzlich geschieht es: ein unglaublich lautes Krachen und dazu Schleifgeräusche an der Außenseite meins Bullis. Der Sturm „entwurzelt“ meinen Pavillon und dreht ihn mit einer heftigen Windböe auf das Dach. Bei dem Versuch, den Pavillon noch festzuhalten, verletze ich meine Daumenkapsel rechts. Dach und Seitenteile flattern im Regen nun hilflos auf dem Boden. |
Es ist inzwischen 04.30 Uhr. Ich ziehe kurz in Erwägung, alles wieder aufzubauen. Diesen Plan gebe ich dann aber auf. Das Zelt kann nicht mehr wegfliegen. Ich decke mein Racebike, Werkzeug und alles andere, was ich im Bulli nicht verstauen kann, mit einer Plane ab. Als ich auf meiner Matratze wieder ankomme, ist es ungefähr 05:00 Uhr. Ich bin nach dem Kampf um meine Klamotten völlig durchfroren und schrecklich hundemüde. An (Weiter-) Schlafen ist dennoch nicht zu denken. Ich lass die Kaffe- maschine anspringen und versuche bis zum Morgengrauen bei orientalischer MP3 Quill Out Musik noch ein wenig zu entspannen. |
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Tag 1 / Fahrerbesprechung...
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Ich starte in Tag1 gegen 7:00 Uhr mit dem Wiederaufbau meines Zeltes, das vom Sturm in der gestrigen Nacht zusammen- gefaltet noch auf dem Boden liegt. Mein verletzter Mittelfinger (li.) schmerzt. Die Kapsel ist angeschwollen. Floh, Christian und Holger gehen mir zur Hand, ermutigen mich, den Kopf nicht hängen zu lassen und alles neben ihrem Mobil windgeschützter wieder aufzurichten. Wir ziehen das Zeltgestänge gerade, so dass die gelbe Plane sich wieder passend darüber ziehen lässt. |
Ratz fatz steht fast alles bis zur Fahrerbesprechung um 07.30 Uhr. Dort hören wir von Doc Scholl die wichtigen Verhaltens- regeln, zum Beispiel zur Flaggenkunde, zum Verhalten bei Unfällen etc. Den meisten Zyndis wohl vertraut, doch es sind auch Einsteiger unter uns, die alles zum ersten Mal hören. Zudem schadet es ja nicht, wenn die sicherheitsrelevanten Hinweise auch den erfahrenen Zyndis unter uns wieder neu in `s Gedächtnis gerufen werden. |
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Prominenz unter uns
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Doc Scholl hat auch die Presse & TV eingeladen. Viel Prominenz mischt sich unter uns, u.a. Mola Adebisi (N24), Mischa File` (SAT 1), Martin Spiecker (Chefredakteur Circuit). Ich freu mich, auch Lizenzfahrer Rolf Altzner kennenzulernen & Günther Jesko, IDM Supersport wieder persönlich zu begegnen. Wir kennen uns aus den Trainings mit Phillip Hafeneger.
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Sieben Turns a` 20 Minuten
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Gefahren wird in sieben Turns a` 20 Minuten, unterteilt in vier Leistungsgruppen. Ich fahre mit Christian und Holger in Gruppe 2, der routinierten Sportfahrergruppe. Holger ist zugleich als Videoman für das „Renn-Taxi“ eingespannt und kann mit uns nicht immer zeitgleich rausfahren. Holger findet denn für zwei Turns Gelegenheit, mich auf zwei Turns mitzunehmen. An dieser Stelle: Danke, Holger, auch für das geile Video, welches Du mir geschenkt hast. Echt Hammer!
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Zwei (Leicht-) verletzte
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Die Pausen von 60 Minuten erscheinen mir anfangs etwas zu lang, doch am Ende tut mir dieser Modus gut, um meinen verletzten Finger eine „Verschnaufpause“ zu können.Ich bleibe nicht allein. Struppi hat zu viel Gas gegeben und sich dabei die rechte Pfote verletzt. Wir genießen gemeinsam eine kleine Auszeit.
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Mit meiner Leistung nicht zufrieden
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Mit der „Leistung“ in den einzelnen Turns bin ich nicht sehr zufrieden. Nicht viel klappt, ich habe zunehmend Schwierigkeiten, mit dem verletzten Finger die Kupplung beim Zurückschalten der Gänge richtig durchzuziehen. Die Schmerzen aber auch die Müdigkeit durch die schlaflose Sturmnacht haben Einfluss auf meine Konzentration. |
Ich bin nicht bei der Sache, bin gedanklich abgelenkt, verschalte mich relativ häufig, verpasse Brems- und Einlenkpunkte und finde auch keine vernünftige Linie. Nichts klappt wirklich. Zu allem Übel schieben sich in der „Sturz-Passage“ „Mühlenbach- schleife“ auch wieder Sturz-Bilder vom 25.04.2010 vor meine Augen, die ich inzwischen schon abgehackt glaubte. |
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Ich faulenze unter der Sonne
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Meine Finger-Verletzung der Kupplungshand hat sich nachtsüber verschlimmert. Ich kann den Finger kaum abknicken, geschweige denn unter Belastung bzw. Druck des Kupplungshebels. Zwei Zelte weiter im Fahrerlager ist zufällig eine Ärztin. Ich suche sie auf. Sie empfiehlt, die Verletzung durch einen Tappverband ruhig zu stellen und nicht mehr zu fahren. |
Diese Empfehlung bricht mir schier das Herz. Nicht gestürzt und doch schon für den Rest des Tages, der noch nicht einmal richtig begonnen hat, Schachmatt. Ich versuche das Beste daraus zu machen, suche Freunde im Fahrerlager auf und versuche unter der Sonne zu faulenzen. |
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Abschied am Nachmittag
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Ich verabschiede mich bei Doc Scholl und den vielen Zyndis, die ich aus verschiedenen Renn-/Trainings und dem Forum racing4fun kenne und bin um 16:00 Uhr auf der Autobahn Richtung Münster.
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F A Z I T
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Liest sich alles ein wenig traurig, doch ganz so schlimm ist es nicht. In der Summe habe ich dennoch Spaß, auch wenn ich das Training nicht beide Tage voll durchfahren kann. An dieser Stelle verabschiede ich mich für heute, schließe den Bericht und freu mich schon auf das nächste Training in Oschersleben mit Race Academy am 27. Sept. und Hafeneger 28./29. Sept. 2010. Vielleicht hat von Euch ja auch jemand genannt und wir treffen uns dann in Oschli auf der Ideallinie. Würde mich freuen!
Salü v. Sharon#4
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I M P R E S S I O N E N E N
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Qualität setzt sich durch
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SPIDI - eine maximale Extraklasse
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